.

Stolperfallen bei Auswahl und Bau der Immobilie

Bei dem Bau einer Immobilie verstecken sich sehr viele Stolperfallen, die gut versteckt sind. Deshalb sollten Sie sich bevor Sie beginnen, sehr gut informieren und belesen, um so wenig wie möglich in diese Fallen zu tappen. Besonders mit detaillierten Verträgen und rechtzeitigen Kontrollen können Sie sich viel Ärger mit den Bauträgern und den Handwerkern ersparen. Die häufigsten Mängel in Bauverträgen sind Mindestanforderungen, die zu 93% nicht erfüllt werden. Als zweites werden Baufirmen genannt, die zu 80% keine Sicherheiten gewähren. Zu 68% werden Planungsleistungen nicht genau beschrieben. Als Folge warten dann sehr viele Nachzahlungen auf die Bauherren. Bei 4% weniger entsprechen die vereinbarten Zahlungspläne nicht den vereinbarten Baufortschritten. Oder wichtige Bauleistungen fehlen zu 48% vollständig, so dass Mehrkosten für die Bauherren entstehen. Mit dem folgenden Abschnitt möchten wir Sie auf viele Stolperfallen aufmerksam machen:

Vergleichsangebot zur Immobilienfinanzierung


Abwasser
Bei dem Anschluss an das Abwasser ist zu beachten, dass die Abwasserrohre sehr oft nur bis kurz vor die äußeren Hauswände führen. Die Bauherren sind für diesen verbleibenden einen Meter selbst verantwortlich. Die Kosten sind dabei nicht zu unterschätzen.

Bauleiter
Jede Landesbauverordnung schreibt vor, dass den Bauherren in ihren Verträgen ein Bauleiter benannt wird. Dieser wird den gesamten zukünftigen Bau leiten.  Wichtig zu wissen ist, dass die Bauherren wissen, dass der gestellte Bauleiter im Dienste des  Bauträgers steht. Das heißt, er gehört zu dem Bauträger und ist parteiisch.

Betreten der Baustelle verboten
Dieses Schild kennen wir alle. Doch ist uns eigentlich bewusst, welche Regel gelten, wenn es um eine Baustelle geht, deren Gebäude Ihnen bald persönlich gehören wird? Wenn Sie beabsichtigen, ein schlüsselfertiges Haus zu kaufen, werden Sie erst Eigentümer, wenn die Immobilie fertig gestellt wurde, wenn Sie bezahlt haben und die Immobilie auch offiziell Ihnen übergeben wurde. Wenn Sie als zukünftiger Eigentümer die Baustelle, den Rohbau oder das Gelände, betreten wollen, benötigen Sie unbedingt eine Genehmigung des Bauherren, das heißt, Sie benötigen die Genehmigung des Bauträgers. Wenn Sie die Baustelle ohne Genehmigung betreten, dann kann dieses Vergehen im Falle eines Streites zwischen dem zukünftigen Besitzer und dem Bauträger von dem Bauträger durch seine Macht ausgenutzt werden.

Bodenplatte
Wenn die Bodenbedingungen am Bauort ideal sind, ist die Bodenplatte oft im Baupreis inbegriffen. Sobald die Bodenbeschaffenheit nicht als ideal eingeschätzt oder bestimmt wurde, kann der Preis der Bodenplatte nicht im Baupreis enthalten sein. Bitte prüfen Sie diesen Sachverhalt sehr genau.

Erdaushub
Der Aushub ist der erste Schritt, bevor die zukünftige Immobilie gebaut wird. Das vollständige Erdvolumen, welches ausgehoben wird, muss abtransportiert werden. Oft wird dies in den Bauträgerverträgen nicht erwähnt. Deshalb denken Sie bitte immer daran, dass eine Firma für das Abtransportieren bestellt werden muss. Das sind zusätzliche Kosten, die man nicht vergessen darf. Am besten jedoch ist, wenn dieser Posten auch im Bauvertrag festgehalten wird.

Fallrohre
Bei jedem Gebäude muss das Regenwasser abgeleitet werden, entweder im Inneren oder im Normalfalle an der Außenhauswand. Diese Fallrohre werden meist in Bauträgerverträgen nur bis zur Oberkante des jeweiligen Geländes vorgesehen. Die Weiterführung ist im Preis nicht mit inbegriffen. Beispielsweise müssen der Anschluss in die eigene Zisterne oder der Anschluss in die öffentliche Leitung dann zusätzlich vom Bauherren bezahlt werden.

Top-Immobilienfinanzierung

  • Top-Zinsen
  • Flexible Tilgung
  • Hohe Sicherheit
  • Testsieger-Zins
  • Baugeld mit
    Top-Service
    und Beratung


Bausparkassen Testsieger

  • Bester Service
  • Top-Beratung
  • Individuelle Tarife
  • Ideal für Anleger
  • Sehr hoher Sparzins
  • Hohe Flexibilität



Begriff „gleichwertig“

Den Begriff „gleichwertig“ verwendet man heutzutage sehr häufig. Auch im Bau und in Verträgen wird dieser immer öfter verwandt. In den Verträgen werden die Namen spezieller Baustoffe und deren Markenname aufgeführt. Zusätzlich werden diese mit Zusatzformulierungen wie „gleichwertiges Material“ „gleichwertig“ ergänzt. Hierbei ist höchste Vorsicht geboten. Diese Anhänge sagen nichts aus. Es könnten also auch ganz andere Produkte zum Einsatz kommen.

Grundstücksgröße

Oft bebauen Bauträger mehrere Grundstücke, die nebeneinander liegen, gleichzeitig. Die Grundstücksgrenzen zwischen den einzelnen Grundstücken werden erst nach der Fertigstellung der Gebäude gezogen. Die Größen werden deshalb in den Verträgen nur sehr ungenau definiert. Nachdem dann die wirklichen Grenzen gezogen wurden, können sehr große Abweichungen von denen im Vertrag festgehaltenen Größen entstehen. Bitte beachten Sie daher genau Ihre Größe im Vertrag und messen Sie diese gegebenenfalls zur Kontrolle ganz leicht mit Einmeterschritten nach. 

Innenwände

Auch bei den Innenwänden lauern viele Stolperfallen. Denn die Ausführung dieser wird auch oft in den Bauverträgen nicht detailliert beschrieben und nicht festgehalten. Die Beschaffenheit der Innenwände beispielsweise in Holzrahmenbauweise oder als Mauerwerk in Porenbeton, als Kalksandsteinmauerwerk oder in Trockenbauweise sollte ebenfalls genau beschrieben sein.

Installationen

Überall gibt es unterschiedliche Qualitäten, auch bei den Installationen. So ist der Bauherr, wenn es nicht ausführlich im Vertrag beschrieben wurde, unwissend, welche Qualität er bekommt. Im negativen Fall muss der Bauherr später für die Nachrüstung sehr viel Geld lockern, was eventuell von vornherein vermeidbar gewesen wäre.

Lüftungsart und Lüftungstechnik

Auf die Art der Lüftung und der Technik sollte ebenfalls im Bauvertrag detailliert eingegangen werden. Denn nur, wenn man richtig lüftet, funktioniert ein Passivhaus, welches viel Energie sparen soll, optimal. Es muss bautechnisch kontrolliert gelüftet werden. Die Luft muss regelmäßig ausgetauscht werden. Die Art der Wärmerückgewinnung muss ebenfalls im Voraus genau beschrieben und durchdacht sein.

Materialien

Die technischen Angaben zu den Baumaterialien, die verwendet werden sollen, müssen den allgemeinen Regeln der Baukunst oder den geltenden Gesetzen entsprechen. Ist dies nicht der Fall, wird der Bauherr herangezogen und muss eventuell auftretende Mehrkosten zahlen.

Vergleich Immobilienfinanzierungen

Nur wenige Käufer und Bauherren verfügen über solch hohe Ersparnisse, um auf den Abschluss einer Baufinanzierung für eine neue Immobilie verzichten zu können. Die meisten Menschen nutzen ein Immobiliendarlehen für den Traum der eigenen vier Wände.
Wir vergleichen für Sie alle Baufinanzierungen vieler Kreditinstitute hier:

Vergleich Baufinanzierung >>


Vergleich Bausparen

Bausparen ist sicher und eine beliebte Geldanlage. Die Angebote der  Bausparkassen sind gut verzinste Geldanlagen und preiswerte Bauspardarlehen. Die Bausparkassen bieten in Deutschland sehr hohe Sicherheiten. Vergebene Kredite sind oft grundpfandrechtlich besichert und somit auch bei einer zukünftigen Immobilienblase sicher.

Bausparkassen-Vergleich >>



Mindestanforderungen

Die Mindestanforderungen für den Bau eines Ein- oder Zweifamilienhauses sind in den Bau- und Leistungsbeschreibungen enthalten. Diese helfen Ihnen, die Positionen im Detail so festzuhalten, wie es eigentlich in den Bauverträgen gehandhabt werden sollte. Sie als Bauherren müssen auf die Mindestanforderungen drängen, diese als Grundlage des Vertrages fixieren zu lassen. Die Mindestanforderungen stehen nicht im Gesetz.

Bauobjektbeschreibungen

Nur das, was Sie schriftlich vereinbaren, wird auch umgesetzt. Bei Vertragsseiten müssen immer unterschreiben. Alles mündlich besprochene meistens nicht. So müssen u. a. auch Energiekernwerte und Schallschutzmaßnahmen in dem Bauvertrag beschrieben sein.

Reihenhauskauf

Wenn Reihenhauszeilen geplant und vor dem Start des Baus zum Kauf angeboten werden, können viele Fallen auf Sie warten. Zum Beispiel kann Ihnen der Verkäufer mitteilen, dass alle Häuser, bis auf dieses, wofür Sie Interesse haben, bereits verkauft sind. Sie hätten also das Glück und können das letzte freie Haus erwerben. Lesen Sie den Vertrag genau durch, denn er kann die Klausel einhalten, dass der Bau der Reihenhäuser erst begonnen werden kann, wenn alle Häuser verkauft sind. Prüfen Sie daher genau, ob wirklich alle Häuser bereits verkauft wurden und der Bau wie versprochen zum benannten Zeitpunkt starten wird.

Schlechtwetterlage

Kennen Sie den Begriff? Bestimmt. In vielen Verträgen werden Redewendungen wie „amtlich anerkannte Schlechtwetterlage“ verwandt. Diese existieren nicht und sind für die Bauherren irreführend.

Termine
Terminabsprachen sind die wichtigsten Bestandteile beim Bauen. Besonders für Bauherren führen ungenaue oder nicht eingehaltene Termine zu sehr großen Ärgernissen. Das Bauen ist parallel zu Ihrem eigentlichen Job oft ein extreme Zusatzbelastung, die sie in den Alltag geschickt einbinden müssen. Vereinbaren Sie daher in Ihrem Bauvertrag schriftlich einen detaillierten und chronologischen Bauablaufplan mit den zeitlich genau festgelegten Terminen und Terminvereinbarungen. Lassen Sie diesen unterschreiben. Ein jeder Bauablaufplan endet mit dem Datum der Fertigstellung. 

 

Versorgungsleitungen
Bei einem Bau eines neuen Gebäudes sind eines der wichtigsten zu beachtenden Dinge die Versorgungsleitungen wie Strom, Wasser und Gas. Denn ohne diese Elemente ist ein Haus in unserer heutigen Zeit nicht bewohnbar. Bitte beachten Sie daher, dass oft in den Bauträgerverträgen diese Positionen gar nicht erwähnt sind.



Anhand dieser Aufzählung sehen Sie, wie viele Fallen bei der Realisierung Ihres Traumes lauern. Und das sind bestimmt noch nicht alle. Bei jedem Bau ist immer mit Ärger zu rechnen. Versuchen Sie diesen so gering wie nur möglich zu halten und denken Sie an unsere Tipps, die wir hier aufgeschlüsselt und erklärt haben. Je mehr Sie sich vorher informieren, umso weniger Ärger werden Sie anschließend bewältigen müssen. Die Zeit, die Sie dafür investieren, lohnt sich sehr.

___________________________________________________________________________________

Vergleichen Sie - es lohnt sich:


Vergleich von Immobilienfinanzierungen >>
Vergleich von Bausparverträgen >>
Vergleich von Versicherungsdarlehen >>
Vergleich von Versicherungen >>

___________________________________________________________________________________