.

Lexikon

Begriff suchen:

Zinsänderungsrisiko

Ein Zinsänderungsrisiko ist immer dann gegeben, wenn der Zinssatz für ein Darlehen nicht für eine bestimmte Zeit festgeschrieben, sondern wie bei einem Gleitzinsdarlehen variabel gehandhabt wird. Er orientiert sich dann sich am Niveau des Kapitalmarktes. Dadurch kann sich der Zinssatz während der Laufzeit entsprechend nach oben oder im günstigsten Fall nach unten verändern. Um das Zinsänderungsrisiko zu umgehen, entscheiden sich daher viele für eine Zinsfestschreibung. Auch, um genauer kalkulieren zu können und um mehr Sicherheit zu haben.

Zinsanpassung

Eine Zinsanpassung wird vorgenommen, wenn die Zinsfestschreibung ausläuft, der Kredit bei der gleichen Bank fortgeführt werden soll und keine Umschuldung, sprich ein Bankwechsel, geplant ist. Weitere Bezeichnungen für die Zinsanpassung sind Prolongation oder Bedingungsanpassung. Die Bank unterbreitet dem Darlehensnehmer kurz vor Ende der vereinbarten Zinsfestschreibung ein neues Angebot, das auf den aktuellen Marktverhältnissen, insbesondere des Kapitalmarktes, basiert. Das heißt, die Konditionen und damit auch die Zinsen werden angepasst. Möglich ist in diesem Zusammenhang auch, die Tilgung zu erhöhen. Sie würde bei der Zinsanpassung entsprechend berücksichtigt.

Zinsfestschreibung

Die Zinsfestschreibung gibt den Zeitraum an, für den ein fester Zinssatz vertraglich vereinbart wird. Die Zinsen sind damit über die gesamte Zeit der Zinsfestschreibung gleich hoch und erlauben eine genauere Kalkulation der Baufinanzierung. Das gibt dem Kreditnehmer mehr Sicherheit als eine variable Verzinsung mit Zinsänderungsrisiko. Mit Ablauf der Zinsfestschreibung bestehen zwei Möglichkeiten: Eine Zinsanpassung und damit der Verbleib bei der kreditgebenden Bank oder eine Umschuldung, bei der die Bank gewechselt wird. Die Dauer der Zinsfestschreibung variiert. Sie kann über fünf bis zu 15 oder 20 Jahre vereinbart werden. Gerade in Niedrigzinsphasen bietet sich eine langfristige Zinsfestschreibung an, um längere Zeit von den günstigen Konditionen für den Immobilienkredit zu profitieren.

Zinssatz

Der Zinssatz gibt die Höhe der Zinsen für ein Darlehen in Prozent pro Jahr an. Unterschieden werden muss zwischen dem Nominalzins und dem Effektivzins. Der Effektiv-Zinssatz gibt im Gegensatz zum Nominalzinssatz die Gesamtbelastung an. Für einen Finanzierungsvergleich ist daher nur der effektive Zinssatz geeignet. Der Zinssatz ergibt den Zins, der als Entgelt vom Darlehensnehmer an den Darlehensgeber für die Überlassung des Kredites gezahlt werden muss.

Zusage

Mit ihrer Zusage bewilligt die Bank einen vom Kunden gestellten Kreditantrag. Die Bank sagt zu, das Darlehen zu den gewünschten Konditionen zu gewähren, vorausgesetzt alle Anforderungen an Bonität und Sicherheit sind erfüllt. Die Zusage ist einer von zwei Wegen, über den ein Kreditvertrag zustanden kommen kann. Die zweite Möglichkeit ist, dass die Bank ein Finanzierungsangebot unterbreitet und es vom Kunden angenommen wird.

Zusatzsicherheiten

Zusatzsicherheiten werden nötig, wenn die Beleihungsgrenze für das Objekt überschritten würde oder der Kunde keine ausreichende Bonität hat. In diesen Fällen verlangt die Bank zusätzliche Sicherheiten für das Darlehen. Als Zusatzsicherheiten können Bürgschaften, etwa durch den Arbeitgeber, eine Bank oder Verwandte, gestellt, Wertpapiere und Bankguthaben verpfändet und der Erlös aus dem Verkauf von Versicherungen (Kapital- oder Risikolebensversicherungen) abgetreten werden.

Zweckbestimmungserklärung

Die Zweckbestimmungserklärung oder kurz Zweckerklärung ist eine vertragliche Vereinbarung zwischen dem Kreditnehmer und dem Kreditgeber darüber, welchen Zweck und Umfang die im Grundbuch eingetragenen Grundpfandrechte haben. Sie gibt Auskunft darüber, welche Verbindlichkeiten durch die Grundschuld abgesichert werden. Die Zweckbestimmungserklärung schafft damit eine Verbindung zwischen Forderung und Grundpfandrecht.

Zwischenfinanzierung

Eine Zwischenfinanzierung kann im Rahmen der Baufinanzierung nötig werden, wenn die Voraussetzungen für die Auszahlungen eines langfristigen Darlehens noch nicht erfüllt sind oder die Zuteilung des Bausparvertrages noch nicht erfolgt ist. Mit dem Zwischenkredit werden der kurzfristige Kreditbedarf und die Wartezeit bis zur Zuteilungsreife des Bausparvertrages überbrückt. Abgelöst wird die Zwischenfinanzierung später durch den langfristigen Kredit oder das Eigenkapital des Darlehensnehmers.

Zwischenzins

Der Zinssatz für eine Zwischenfinanzierung wird als Zwischenzins bezeichnet. Eine Zwischenfinanzierung wird in der Regel dann in Anspruch genommen, wenn der Bausparvertrag noch nicht zuteilungsreif ist oder das Darlehen noch nicht ausgezahlt werden kann, weil nicht alle Auszahlungsvoraussetzungen erfüllt wurden. Als Zwischenzins gelten allerdings auch die Gebühren, die von der Bank berechnet werden, wenn ein Darlehen nicht in einer Summe, sondern in mehreren Teilbeträgen ausgezahlt wird. Für den Mehraufwand, den die Bank betreiben muss, berechnet sie einen höheren Zins.

Zurück

Einträge 1 bis 9 von 9