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Pfandbrief

Pfandbriefe sind festverzinsliche Wertpapiere, die von Hypothekenbanken ausgegeben werden, um die nötigen finanziellen Mittel für langfristige Immobiliendarlehen zu beschaffen, sprich sie zu refinanzieren. Das gilt für private wie gewerbliche Bauvorhaben. Dienen die Pfandbriefe der Refinanzierung von Hypothekendarlehen, schreibt der Gesetzgeber vor, dass sie durch erstrangige Hypotheken in mindestens der gleichen Höhe und mit dem gleichen Zinsertrag gedeckt sein müssen. Das gilt auch für alle im Umlauf befindlichen Pfandbriefe und Kommunalobligationen (öffentliche Pfandbriefe). Die gesetzlich vorgeschriebene Deckung über Hypotheken muss jederzeit gewährleistet sein.
Alle Hypotheken, Grundschulden und sonstigen Werte, die der Absicherung der Pfandbriefe dienen, werden im Hypothekregister bzw. bei Kommunalobligationen im Deckungsregister eingetragen. Durch die gesetzlichen Vorschriften, die Pfandbriefe zu so genannten mündelsichern Wertpapieren machen, gelten sie als äußert sichere Anlage. Für die Einhaltung der Gesetzesvorgaben sorgt ein Treuhänder.

Preisangabenverordnung

Die Preisangabenverordnung, kurz PAngV, trat 1985 in Kraft und wurde zum Schutz der Verbraucher geschaffen. Sie wird in vielen geschäftlichen Bereichen angewandt, insbesondere bei allen Finanzgeschäften, darunter auch die Immobilienfinanzierung. Kreditinstitute sind laut Preisangabenverordnung dazu verpflichtet, ihre Angebote zu gestalten, dass der Kunde alle relevanten Kosten und Gebühren kennt und somit die Möglichkeit hat, verschiedene Kreditangebote miteinander zu vergleichen. Dazu trägt auch die Vorschrift bei, dass im Privatkundengeschäft grundsätzlich der Effektivzins genannt werden muss, weil im effektiven Zinssatz im Gegensatz zum Nominalzins auch die Kosten berücksichtigt werden.

Prolongation

Prolongation - vom Lateinischen Begriff für Verlängerung - ist eine andere Bezeichnung für die Anpassung der Konditionen eines Darlehens. Eine Prolongation wird nötig, wenn die Zinsbindung ausläuft und neue Konditionen ausgehandelt werden müssen. Statt die Bank zu wechseln und umzuschulden - was laut Statistik nur rund zehn Prozent der Darlehensnehmer in Betracht ziehen -, wird die Baufinanzierung beim bisherigen Kreditinstitut weitergeführt, nur zu anderen Zinsen und Bedingungen. Dazu unterbreitet die kreditführende Bank in der Regel einige Wochen vor Ende der Zinsbindungsfrist ein neues Angebot. Seitens des Kunden kann beispielsweise eine andere, höhere Tilgung gewünscht werden, die dann bei den neuen Kreditkonditionen berücksichtigt wird.

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