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Objektkredit

Objektkredit ist eine andere Bezeichnung für ein Hypothekendarlehen. Damit ist ein Objektkredit ein Darlehen, das über Grundpfandrechte - in der Regel die Grundschuld, seltener eine Hypothek - abgesichert wird. Dadurch, dass ein Eintrag im Grundbuch erfolgt, hat der Kreditgeber die Möglichkeit, bei Zahlungsunfähigkeit des Darlehensnehmers oder längerem Verzug seine Forderungen geltend zu machen und das über den Kredit finanzierte Objekt im Rahmen einer Zwangsvollstreckung zu verwerten. Der Grundbucheintrag ist insbesondere bei der Baufinanzierung das wichtigste Sicherungsmittel für Banken und Bausparkassen.

Objektverbrauch

Die staatliche Förderung für den Bau oder Kauf einer selbstgenutzten Immobilie über die zum 1. Januar 2006 eingestellte Eigenheimzulage durfte nur einmal im Leben in Anspruch genommen werden. Hat man die Leistungen für sich beansprucht und in voller Höhe genutzt, tritt der so genannten Objektverbrauch ein. Für den Fall, dass die Immobilie vor Ablauf der Förderzeit von maximal acht Jahren verkauft wurde und man daher nur einen Teil der Förderung erhalten hat, konnte der nicht genutzte Förderzeitraum für ein anderes Objekt geltend gemacht werden.

Öffentliche Förderung des Wohnungsbaus

Der Staat greift angehenden Hausbesitzern durch die öffentliche Förderung des Wohnungsbaus finanziell unter die Arme. Diese Förderung hat viele Gesichter. Daher muss von Fall zu Fall überprüft, welche Möglichkeiten in Anspruch genommen werden können. Möglich sind steuerliche Vergünstigungen etwa durch Abschreibungen, zinsgünstige Darlehen beispielsweise durch die KfW-Förderbank, Zuschüsse, in Form von Aufwendungszuschüssen unter anderem, wenn ökologisch gebaut wird, oder Bürgschaften. Die Regeln für die öffentliche Förderung des Wohnungsbaus variieren von Bundesland zu Bundesland. Teilweise legen die Länder eigene Fördertöpfe auf. Andere Fördermaßnahmen gelten bundesweit. Über die Möglichkeiten und Voraussetzungen, in den Genuss einer Förderung zu kommen - oft ist die Bewilligung an Einkommensgrenzen gebunden - informieren neben den Stadt- und Kreisverwaltungen auch die Ämter für Wohnungswesen.

Ökologische Baumaßnahmen

Ökologische Baumaßnahmen zielen in erster Linie darauf ab, den Energieverbrauch einer Immobilie - durch Strom, Gas oder Öl - zu senken. Das kann einerseits durch bauliche Maßnahmen wie eine bessere Dämmung geschehen. Andererseits helfen Solaranlagen, Wärmerückgewinnung, Wärmepumpen und moderne Heizkessel, die Kosten in Grenzen zu halten. Gefördert wurden ökologische Baumaßnahmen auch durch die Eigenheimzulage. Für den Förderzeitraum von maximal acht Jahren gab es für entsprechende Maßnahmen eine gesonderte Zulage. Da die Eigenheimzulage zu 2006 eingestellt wurde und nur noch für Immobilien gezahlt wird, die vor dem 1. Januar 2006 gekauft oder gebaut wurden, steht diese Möglichkeit nicht mehr offen.
Dafür können beispielsweise über die KfW-Förderbank oder die Bundesländer Zuschüsse beantragt oder vergünstigte Darlehen in Anspruch genommen, wenn ökologische Baumaßnahmen geplant sind, etwa ein Niedrigenergie- oder Passivhaus.

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