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Katasteramt

Das Kataster- oder auch Liegenschaftsamt gehört zur Baubehörde. Aufgabe des Katasteramtes ist es, Grundstücke zu vermessen und zu kartieren. Des Weiteren führt die Behörde das amtliche Verzeichnis der Grundstücke und ist dafür zuständig, die Daten aktuell zu halten. Die Vermessung der Grundstücke darf nur durch das Liegenschaftsamt oder öffentlich bestellte Vermessungsingenieure erfolgen. Die Verzeichnisse, die beim Katasteramt geführt werden, sind das Liegenschaftsbuch, in dem alle Flurstücke eines Eigentümers innerhalb der Gemeinde aufgeführt sind, das Gebäudebuch sowie die Gemarkungs- und Flurkaten. Die Katasterpapiere geben Auskunft über die Größe, Lage, Bebauung, Nutzung und Eigentumsverhältnisse der Grundstücke. Interessenten sollten deshalb vorher beim Katasteramt Einblick in die Pläne nehmen und sich genau über das Grundstück informieren.

Katasterpapiere

Als Katasterpapiere werden die amtlichen Verzeichnisse bezeichnet, die beim Katasteramt geführt werden. Sie enthalten die technischen Details zu den einzelnen Grundstücken einer Gemeinde, angefangen bei der Größe und Lage über die Art der Nutzung bis hin zur Bebauung. Zu den Katasterpapieren gehören die Flurkarte, der amtliche Lageplan und die Grenzeinhaltungsbescheinigung. Gegen Gebühr können Interessenten Einblick in die Papiere nehmen und sich Auszüge aus dem amtlichen Lageplan sowie dem Liegenschaftsbuch erstellen lassen. Diese Unterlagen sind für die Baufinanzierung unerlässlich.

Kinderzulage

Die Kinderzulage wurde im Rahmen der Eigenheimzulage - abgeschafft zum 1. Januar 2006 - zusätzlich zur Grundförderung gezahlt. Je Kind gab es einen jährlichen Zuschuss von 800 Euro zur Baufinanzierung für einen Zeitraum von maximal acht Jahren. Voraussetzungen dafür, dass die Familie bei der Schaffung von Eigentum über die Kinderzulage unterstützt wurde: Die Kinder mussten zum Haushalt des Antragstellers gehören, unter 18 Jahre alt sein oder maximal 27, sofern sie eine Ausbildung absolvieren, ihren Grundwehr- oder Zivildienst leisten oder aber sich für ein freiwilliges soziales Jahr entschieden haben.

Kreditbedarf

Der Kreditbedarf sagt aus, in welcher Höhe ein Immobiliendarlehen aufgenommen werden muss, um das geplante Bau- oder Kaufvorhaben in die Tat umsetzen. Errechnet wird der Kreditbedarf, indem die Gesamtkosten des Projektes den vorhandenen Eigenmitteln gegenübergestellt werden. Die Differenz daraus ergibt den Kreditbedarf (Gesamtkosten - Eigenkapital = Kreditbedarf) Der Betrag, über den ein Darlehen für den Hauskauf oder -bau aufgenommen werden muss, um alle Kosten in ausreichendem Maße zu decken, findet sich auch im Finanzierungsplan für eine Baufinanzierung.

Kreditwürdigkeit

Kreditwürdigkeit ist eine der Grundvoraussetzungen, damit die Bank ein Darlehen gewährt. Berücksichtigt werden dabei sowohl die persönliche als auch die materielle Kreditwürdigkeit, sprich die Bonität des Kunden. Unter der persönlichen Kreditwürdigkeit versteht man in erster Linie die Zuverlässigkeit des Kunden und seinen Ruf. Die Bank muss sichergehen, dass der Darlehensnehmer auch willens ist, den Kredit zurückzuzahlen. Dieser Eindruck ist einerseits stark subjektiv gefärbt, andererseits kann die Bank das Verhalten anhand einer möglichen bisherigen Geschäftsbeziehung objektiv einschätzen. Bei der materiellen Kreditwürdigkeit zählt einzig und allein die ?Papierform?. Der Kunde muss aufgrund seiner Einkommens- und Vermögensverhältnisse in der Lage sein, die finanzielle Belastung eines langfristigen Immobiliendarlehens zu tragen. Geprüft wird die materielle Kreditwürdigkeit anhand mehrerer Unterlagen, die der Kunde vorlegen muss bzw. von der Bank angefordert werden. Dazu gehören in erster Linie Einkommensnachweise und Steuerbescheide, eine Selbstauskunft durch den Kunden, die Auskunft durch die Schufa, die Arbeitsverträge, Auszüge aus dem Grundbuch und die Kontoführung, falls der Kunde bereits ein Konto bei der Bank hat. Die Kreditwürdigkeit zu überprüfen wird auch als Bonitätsprüfung bezeichnet.

Kündigung

Mit der Kündigung erklärt der Darlehensnehmer oder der Darlehensgeber einseitig den Kreditvertrag für beendet. Für diesen Schritt müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Hypothekenbanken ist es beispielsweise nicht gestattet, den Hypothekenkredit zu kündigen, wenn er durch den Kunden vertragsgemäß bedient wird. Anders sieht es aus, wenn der Kreditnehmer seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommt oder schon längere Zeit mit den Zahlungen in Verzug ist. Der Kunde hingegen hat zu den im Vertrag genannten Terminen die Möglichkeit, das Darlehen schriftlich zu kündigen. Möglich ist das beispielsweise, wenn die die Zinsfestschreibung abgelaufen ist. Wird der Kredit durch den Kunden vorzeitig gekündigt, muss er der Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen. Sie wird nach einer vom Bundesgerichtshof vorgeschriebenen Methode berechnet und wird auch als Aufhebungsentgelt bezeichnet. Wurde eine Zinsfestschreibung von mehr als zehn Jahren vereinbart, ist eine Kündigung auch ohne Vorfälligkeitsentschädigung möglich. Das gilt dann, wenn die Kündigung nach Ablauf von zehn Jahren erfolgt und die im Bürgerlichen Gesetzbuch genannten Kündigungsfristen eingehalten wurden.

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