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Herstellungskosten

Die Herstellungskosten umfassen alle finanziellen Aufwendungen für den Bau eines Hauses. Das sind die Kosten für das Grundstück, die Erschließung von Grund und Boden, die eigentlichen Baukosten, die Baunebenkosten, zu denen Leistungen von Architekten, Ingenieuren und die Gebühren der Behörden zählen, die Zinsen für den laufenden Immobilienkredit, die Ausgaben für die Außenanlagen und die Nebenkosten für die Arbeit des Notars, des Gerichts, gegebenenfalls des Maklers, das Disagio und die Grunderwerbssteuer. Bei sämtlichen Posten, die den Herstellungskosten zuzuordnen sind, sollte von Anfang an so geplant werden, dass ein ausreichend großes Polster vorhanden ist, um auch für unvorhergesehene Ausgaben ausreichend Kapital zur Verfügung zu haben.

Hypothek

Die Hypothek zählt zu den Grundpfandrechten und dient der Sicherung eines Darlehens. Der Kreditgeber ist dadurch berechtigt, bei Zahlungsverzug oder Problemen bei der Tilgung des Immobilienkredites die Zwangsvollstreckung einzuleiten, um das Grundstück zu verwerten. Die Hypothek wird wie eine Grundschuld im Grundbuch eingetragen, ist allerdings an eine bestimmte Forderung gebunden und damit akzessorisch. Da bei der Hypothek im Gegensatz zur Grundschuld die Forderungen auch im Grundbuch festgehalten werden, fallen zusätzliche Kosten an. Das gilt auch, wenn Umschuldungen oder Abtretungen vorgenommen werden. Das macht die Hypothek relativ teuer. Dafür erlischt sie, sobald die Forderungen komplett gezahlt sind. Aufgrund des größeren Aufwandes und den Kosten findet inzwischen hauptsächlich die Grundschuld Anwendung.

Hypothekenbanken

Hypothekenbanken, auch als Realkreditinstitute bezeichnet, unterlagen bis zum Juli 2005 dem Hypothekenbankgesetz, das durch das Pfandbriefgesetz abgelöst wurde, und werden durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) beaufsichtigt. Sie vergeben mittel- und langfristige Darlehen als Hypotheken- oder Kommunaldarlehen, die durch Grundpfandrechte, konkret Hypotheken, abgesichert werden. Das heißt, der Geschäftsbetrieb von Hypothekenbanken zielt darauf ab, Grundstücke zu beleihen und Pfandbriefe sowie Kommunalobligationen auszugeben, über die Kredite refinanziert werden.

Hypothekenkredit

Darlehen, die über Grundpfandrechte abgesichert werden, bezeichnet man als Hypothekenkredit. Sie bieten dem Kreditgeber eine hohe Sicherheit, da er über das Grundpfandrecht die Möglichkeit hat, die Immobilie zu verwerten, wenn das Darlehen durch den Kreditnehmer nicht ordnungsgemäß zurückgezahlt wird. Der Name Hypothekenkredit lässt vermuten, dass es sich bei dem im Grundbuch eingetragenen Grundpfandrecht zwangsläufig um eine Hypothek handeln muss. Das war früher einmal der Fall. Mittlerweile wird die Grundschuld favorisiert. Sie ist wesentlich flexibler, mit weitaus weniger Aufwand verbunden und zudem kostengünstiger. Von daher ist ein Hypothekenkredit inzwischen eigentlich ein Grundschulddarlehen, wird aber nur selten als solches bezeichnet.

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