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Fälligkeitsdarlehen

Kredite, insbesondere bei der Baufinanzierung, werden in der Regel als Annuitätendarlehen vergeben, das in regelmäßigen Raten - meist monatlich - zurückgezahlt wird. Bei einem Fälligkeitsdarlehen zahlt der Kunde während der Laufzeit nur die anfallenden Zinsen. Der Kreditbetrag wird am Ende der Laufzeit in einer Summe fällig. Der Darlehensgeber verlangt dafür einen Tilgungsersatz. Das kann eine Lebensversicherung, Fonds, eine private Rente oder auch ein Bausparvertrag sein. Der zusätzliche Vertrag wird vom Darlehensnehmer bedient und an die Bank oder das Kreditinstitut abgetreten.

Fertighaus, Ausbauhaus

Fertighäuser erfreuen sich aufgrund der Kostenstruktur, des Zeitgewinns und der Möglichkeit, sie vorab in Augenschein nehmen zu können, immer größerer Beliebtheit. Sie werden in vorgefertigten Teilen ab Werk geliefert. Unterschieden werden muss zwischen drei Varianten: Schlüsselfertig, Ausbauhaus und reine Anlieferung der Elemente. ? Bei der schlüsselfertigen Variante kann der Bauherr direkt nach den Arbeiten einziehen. Das Haus wird komplett inklusive der Innenausbauten aufgestellt und übergeben. ? Das Ausbauhaus erfordert den Einsatz des Bauherrn oder von Handwerkern. Nachdem die Firma das Fertighaus errichtet hat, muss der Innenausbau in Eigenregie übernommen werden. Wer handwerklich geschickt ist und sich die Arbeiten zutraut, fährt mit einem Ausbauhaus günstiger. ? Einige Fertighaus-Typen werden ausschließlich als Bausatz geliefert. Der angehende Hausbesitzer muss selbst Hand anlegen und das Haus Stück für Stück ?zusammenbauen?. Üblich ist diese Variante vor allem bei so genannten Blockbohlen-Häusern. Normalerweise stellt die Firma, die die Einzelteile fertigt, einen Spezialisten, der die Bauherren über einige Tage einweist und auch später bei Fragen zur Verfügung steht. Der Vorteil von Fertig- und Ausbauhäusern liegt darin, dass man sie quasi per Katalog aussuchen und sich selbst zusammenstellen kann. Viele Firmen haben Musterhaus-Parks, in denen sich die Interessenten vorher informieren und die einzelnen Typen ansehen können. Sofern das Haus später fest mit dem Grund und Boden verbunden ist, kann es in den meisten Fällen wie ein konventionell gebautes Haus für ein Darlehen beliehen werden. Zu beachten ist, dass einige Hersteller eine Zahlungsgarantie von der Bank verlangen. Diese Garantie verursacht zusätzliche Kosten. Unterschrieben wird später ein Werksvertrag. Damit beträgt die Gewährleistung fünf Jahre.

Festdarlehen

Festdarlehen müssen im Gegensatz zu den sonst üblichen Annuitätendarlehen zu einem festen Termin in einer Summe getilgt werden. Weitere Bezeichnungen für das Festdarlehen sind Fälligkeitsdarlehen oder auch Darlehen mit Endfälligkeit. Der Kreditnehmer zahlt während der Laufzeit ausschließlich die Zinsen. Als Ersatz für die Tilgung dienen verschiedene Formen der Geldanlage wie zum Beispiel Renten- oder Lebensversicherungen, Fonds-Sparpläne und Bausparverträge, die vom Kunden abgeschlossen werden müssen. Sie werden an den Darlehensgeber abgetreten.

Festzinshypothek

Wird der Zinssatz für eine Hypothek für einen gewissen Zeitraum, die so genannte Zinsfestschreibung, garantiert, spricht man von einer Festzinshypothek. Sie bietet Kreditnehmern die Möglichkeit, langfristig zu planen, da es im Gegensatz zu Darlehen mit variablen Zinsen keine Überraschungen bei der monatlichen Belastung gibt. Sie ist für den vereinbarten Zeitraum gleichbleibend hoch. Festzinshypotheken gelten als Markenzeichen der Hypothekenbanken und werden von den meisten Bauwilligen oder Immobilienkäufern favorisiert.

Finanzierung aus einer Hand

Finanzierung aus einer Hand heißt, dass die Baufinanzierung komplett über ein Kreditinstitut, eine Bank bzw. eine Sparkasse läuft und der Kunde es nicht mit mehreren Geldgebern zu tun hat. Das Prinzip der Finanzierung aus einer Hand wird von immer mehr Banken aufgegriffen. Sie bieten den Bausparvertrag und den nötigen Immobilienkredit. Das erspart dem Kunden Zeit, Wege und oft auch Kosten. Sofern es mit den gesetzlichen Bestimmungen vereinbar ist, reicht bei der Finanzierung aus einer Hand, dass nur ein Grundpfandrecht eingetragen wird und der Bauherr auch nur eine Schuldurkunde unterschreiben muss. Ob es sich rentiert, die Baufinanzierung auf diese Weise zu organisieren, muss im Einzelfall genau berechnet werden.

Finanzierungsplan

Der Finanzierungsplan gibt Aufschluss über alle relevanten Daten der Baufinanzierung. Auf der einen Seite werden alle Kosten aufgelistet, die im Zusammenhang mit der Baumaßnahme entstehen. Das sind die Kosten für das Grundstück, den Hausbau, die Gestaltung des Gartens sowie generell der Außenanlagen, die Erschließung, die zu entrichtenden Steuern und Versicherungsbeiträge beispielsweise für die Bauherrenhaftpflicht. Die andere Seite des Finanzierungsplans stellt die eigenen finanziellen Mittel dar wie etwa Barguthaben, Sparbücher, Giro- und Anlagekonten, Wertpapiere, gegebenenfalls die geplante Eigenleistung. Die Differenz aus den Gesamtherstellungs- bzw. Anschaffungskosten und den Eigenmitteln ergibt den Kreditbedarf, der über ein Immobiliendarlehen gedeckt werden muss. Um auch für unvorhergesehene Ausgaben gerüstet zu sein, wird dazu geraten, bei der Auflistung der Kosten nicht zu knapp und bei den Eigenmitteln nicht zu großzügig zu kalkulieren. Ein weiterer Bestandteil des Finanzierungsplans ist die spätere Rückzahlung des Darlehens. Der Finanzierungplan umfasst dabei die Höhe des Immobilienkredites und die monatliche Belastung, die sich daraus ergibt.

Flurkarte

Bei der Flurkarte handelt es sich um die amtliche Katasterkarte, die vom zuständigen Katasteramt geführt wird. Ihr sind die Lage, die Größe, die Form, die genauen Grenzen und die Nummer des Flurstücks zu entnehmen. Die Flurkarte wird nach festen Vorschriften erstellt und gibt neben den reinen Grundstücksdaten auch Auskunft über die Art der Bebauung, sofern bereits ein Haus auf dem Flurstück errichtet wurde. Eingesehen oder angefordert werden kann die Flurkarte bzw. ein Auszug der Flurkarte beim Katasteramt. Sie spielt eine entscheidende Rolle bei der Baufinanzierung. Einerseits, weil sie dem Interessenten die Möglichkeit gibt, zu prüfen, ob das Grundstück für den geplanten Zweck geeignet ist, andererseits weil sie bei der Finanzierung benötigt wird.

Freistellungserklärung

Freistellungserklärungen werden in der Regel bei Eigentumswohnungen benötigt und sind durch die Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) vorgeschrieben. Banken sichern sich beim Bau von Eigentumswohnungen gegenüber einem Bauträger durch eine Globalgrundschuld an allen Eigentumswohnungen ab. Mit der Freistellungserklärung garantiert die Bank den Käufern dieser Wohnungen, dass ihre Immobilie nach Zahlung des gesamten Kaufpreises von der Globalbelastung freigestellt wird. Ohne eine solche Freistellungserklärung dürfen die Bauträger gemäß MaBV keine Teilzahlungen entgegennehmen. Um aber überhaupt eine Finanzierung für eine im Bau befindliche oder schon fertiggestellte Eigentumswohnung zu bekommen, muss bei einigen Banken die Globalgrundschuld gelöscht sein. In einem solchen Fall ist eine Zwischenfinanzierung nötig.

Fremdkapital

Fremdkapital umfasst alle finanziellen Mittel, die im Rahmen der Baufinanzierung nicht durch den Bauherren bzw. Käufer selbst, sondern durch Dritte bereitgestellt werden. Fremdkapital wird in der Regel als Darlehen gewährt. Typische Fremdmittel sind Kredite, die von Bausparkassen, Banken, Versicherungen, Hypothekenbanken, dem Arbeitseber, Bekannten und Verwandten oder seitens der öffentlichen Hand vergeben werden. Auch öffentliche Fördermittel fallen unter den Begriff des Fremdkapitals. Die Höhe des benötigten Fremdkapitals ergibt sich aus dem Finanzierungsplan und richtet sich ganz nach dem vorhandenen Eigenkapital.

Fremdwährungsdarlehen

Auch ein Fremdwährungsdarlehen kann für die Baufinanzierung in Betracht gezogen werden. Wie der Name schon vermuten lässt, lautet das Darlehen nicht auf Euro, sondern auf eine andere Währung. Der Kreditnehmer kann sich so das niedrige Zinsniveau anderer Länder zu Nutze machen. Vor allem die Höhe der Zinsen kann sich durch günstige Kapitalmarktbedingungen erheblich verringern, zusätzlich kann ein starker Euro die Kreditaufnahme verbilligen. Ebenfalls günstig auf das Fremdwährungsdarlehen wirkt sich eine Leitzinssenkung der Notenbank des jeweiligen Landes aus. Die Währung kann frei gewählt werden, im Allgemeinen werden die Schweiz (CHF), Japan (Yen) und USA (USD) bevorzugt. In der gewählten Währung ist das Darlehen auch zurückzuzahlen.

Der Aufnahme eines Fremdwährungsdarlehens sollte immer eine umfangreiche Beratung vorausgehen. Mit dem unten stehenden Formular bietet wir Ihnen die Möglichkeit, ein kostenloses und unverbindliches Angebot für einen Fremdwährungskredit bzw. eine persönliche Beratung anfordern.

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