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b.a.w.-Konditionen

Die Abkürzung b.a.w. steht für ?bis auf weiteres?. Auf den Bereich der Baufinanzierung übertragen heißt das, die Konditionen werden nicht für einen bestimmten Zeitraum festgeschrieben, sondern sind variabel. Üblich sind b.a.w.-Konditionen bei so genannten Gleitzinsdarlehen, die als Gegenstück zu den Festzinsdarlehen angeboten werden. Dabei hat die Bank die Möglichkeit, die Konditionen jederzeit anzupassen, sprich einseitig zu ändern. Für den Kunden bedeutet das ein nur schwer kalkulierbares Zinsänderungsrisiko. Als Pluspunkt bei b.a.w.-Konditionen gilt allerdings, dass sie sich anfangs auf einem niedrigeren Niveau bewegen.

Bankvorausdarlehen

Mit einem Bankvorausdarlehen kann ein Bausparvertrag vorfinanziert und somit weitaus eher mit dem Bauvorhaben begonnen bzw. der Kauf einer Immobilie abgewickelt werden. Üblicherweise muss bei einem Bausparvertrag erst über einen längeren Zeitraum Kapital eingezahlt werden und die Zuteilung erfolgen, bevor das Bauspardarlehen in Anspruch genommen werden darf. Dieser Zeitraum lässt sich mit dem Bankvorausdarlehen überbrücken. Das Darlehen wird in Höhe der im Bausparvertrag vereinbarten Summe gewährt. Bis zur Zuteilung des Bauspardarlehens zahlt der Kunde ausschließlich die Zinsen für den Kredit und bedient weiter den Bausparvertrag. Abgelöst wird das Vorausdarlehen im Anschluss durch die Bausparsumme.

Bauanzeige

Die Bauanzeigenverordnung regelt die Bauanzeige als vereinfachte Form des Baugenehmigungsverfahrens. Damit eine Bauanzeige bei der zuständigen Baubehörde eingereicht bzw. gestellt werden kann, sind bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. Das anzeigepflichtige Bauvorhaben darf beispielsweise nicht baugenehmigungspflichtig sein. Erhebt die Behörde vier Wochen, nachdem der Antrag gestellt wurde, keine Einwände, gilt die Bauanzeige als genehmigt und kann mit den geplanten Arbeiten begonnen werden.

Baubeschreibung

Die Baubeschreibung ist von elementarer Bedeutung für die Baufinanzierung. Sie umreißt genau den Umfang und die Art der Arbeiten, zu denen sich der Bauträger verpflichtet, und beschreibt die für die Umsetzung des Bauvorhabens angewendeten Techniken sowie die eingesetzten Materialien und Rohstoffe. Erstellt wird die Baubeschreibung entweder vom Architekten oder einem Bauträger. Anhand der Baubeschreibung können sowohl der Darlehensnehmer als auch der Darlehensgeber die Qualität des Gebäudes ablesen, die letztlich ausschlaggebend für die Finanzierung ist. Die Beschreibung gehört zudem zu den Unterlagen, die für den Antrag auf eine Baugenehmigung eingereicht werden müssen. Damit es später nicht zu Überraschungen und damit unnötigem Ärger kommt, muss der Bauherr die Baubeschreibung gründlich prüfen. Mangels der fachlichen Qualifikation der meisten Hausbauer, sollte ein Architekt oder ein anderer, anerkannter Fachmann, der sich mit der Materie auskennt, die Unterlagen kontrollieren. Das gilt insbesondere für die Qualität, die geboten und versprochen wird, sowie die Vollständigkeit der Baubeschreibung.

Baugenehmigung

Die Baugenehmigung ist Voraussetzung dafür, dass überhaupt mit einem Bauvorhaben begonnen werden darf, selbst wenn es sich dabei nur um einen Umbau oder eine geplante Erweiterung einer Immobilie handelt. Die zuständige Bauaufsichtsbehörde bescheinigt mit der Baugenehmigung, dass das geplante Vorhaben durchgeführt werden kann und der öffentlichen Gesetzgebung entspricht. Es handelt sich dabei um ein förmliches Verfahren, das durch die Bauordnungen der einzelnen Bundesländer vorgeschrieben wird. Teilweise ist die Baugenehmigung an gewisse Auflagen gebunden, die eingehalten werden müssen. Grundsätzlich ist sie zeitlich befristet und gebührenpflichtig. Erteilt wird sie - abhängig vom Vorhaben - in Form eines Bauscheins oder einer Bauanzeige. Wer sich dazu hinreißen lässt, ohne Baugenehmigung anzufangen, kann später dazu aufgefordert werden, den Bau wieder abzureißen. Um Probleme mit den Behörden zu vermeiden, muss die Baugenehmigung auf der Baustelle daher verfügbar und einsehbar sein.

Bauschein

Die Genehmigung, mit einer Baumaßnahme beginnen zu dürfen - also die von der zuständigen Behörde ausgestellte Baugenehmigung - wird auch als Bauschein bezeichnet. Ob ein Bauschein benötigt wird oder eine Bauanzeige ausreicht, gerade beim Wohnungsbau, hängt von der Bauordnung des jeweiligen Bundeslandes ab. Sie schreibt genau vor, wie das förmliche Verfahren zur Genehmigung einer Baumaßnahme zu erfolgen hat und unter welchen Voraussetzungen der Bauschein ausgestellt wird.

Bauspardarlehen

Für viele angehende Hausbauer oder -käufer ist das Bauspardarlehen eine der wichtigsten Säulen der Baufinanzierung. Grundlage des Bauspardarlehens ist ein Bausparvertrag, der mit einer Bausparkasse geschlossen wird. Vom Prinzip her handelt sich um einen langfristig angelegten Kredit, der ausschließlich für wohnwirtschaftliche Zwecke eingesetzt werden darf. Bevor er zur Auszahlung kommt, muss der Bausparer je nach Tarif zwischen 40 und 50 Prozent der vereinbarten Bausparsumme in monatlichen Raten ansparen. Ist die Quote erreicht, muss noch die Zuteilung des Darlehens abgewartet werden. Mit Zuteilungsreife werden der Sparbetrag und das Darlehen ausgezahlt, das entsprechend 50 bis 60 Prozent der Bausparsumme ausmacht. Der Vorteil eines Bauspardarlehens ergibt sich aus dem niedrigen Zinssatz, der bereits bei Abschluss des Vertrages festgelegt wird. Die Zinsbelastung für einen Kredit von der Bausparkasse liegt in der Regel unter Marktniveau. Als Sicherheit für die Bank wird das Darlehen an nachrangiger Stelle im Grundbuch eingetragen. Die Tilgung eines Bauspardarlehens erstreckt sich meistens über zwölf Jahre.

Bausparvertrag

Der Bausparvertrag ist und bleibt der Deutschen liebstes Kind, wenn es um die Baufinanzierung geht. In den meisten Haushalten ist zumindest ein Bausparvertrag vorhanden. Teilweise wird er auch als Geldanlage betrachtet, weil weder der Bau noch der Kauf einer Immobilie in Betracht gezogen werden. Geschlossen wird der Bausparvertrag zwischen dem Kunden und der Bausparkasse. Beide Seiten gehen damit eine Verpflichtung ein. Der Kunde, dass er regelmäßig seine Bausparbeiträge zahlt. Die Bank, dass der Kunde im Anschluss an die Ansparphase einen rechtlichen Anspruch auf einen Baukredit hat, der sich durch seine niedrige Verzinsung auszeichnet. Der Bausparvertrag beruht daher auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit. Die wichtigsten Daten, die im Bausparvertrag aufgenommen werden, sind die Bausparsumme - der Betrag, der später in die Finanzierung einer Immobilie fließen kann - und die Zinssätze sowohl für das Guthaben als auch das spätere Bauspardarlehen. Diese Zweiteilung des Zinssatzes spiegelt das Prinzip des Bausparvertrages wider. Er gliedert sich in eine Phase, während der die Bausparer ihre Beiträge leisten und 40 bis 50 Prozent der vereinbarten Summe ansparen, und die Zeit, die für die Tilgung des Darlehens benötigt wird. Ehe die zweite Phase eintritt, muss der Vertrag die Zuteilungsreife erreicht haben. Sie hängt von der Bewertungszahl ab, die anhand des gesparten Kapitals und der Laufzeit berechnet wird.

Bauträger

Angehende Hausbesitzer müssen sich nicht zwangsläufig selbst um die Planung und den Bau kümmern, sondern können auch schlüsselfertige Neubauten kaufen. Unternehmen, die auf eigenen Namen und auf eigene Rechnung Grundstücke erwerben, um darauf zu bauen und die Immobilie später zu verkaufen, werden als Bauträger bezeichnet. Sie sind im Bereich der Wohn- und der Gewerbebauten aktiv und übernehmen alle nötigen Aufgaben, von der Organisation bis zur Ausführung samt Überwachung aller Arbeiten. Das ist insofern von Bedeutung, als dass der Bauträger später für alle Baumängel haftbar gemacht werden kann. Sollten Mängel auftreten, muss der Bauträger sie innerhalb einer angemessenen Frist beseitigen. Kunden, die auf dieses Prinzip bauen, sollten sich vorab sehr genau über das Unternehmen informieren, insbesondere über die wirtschaftliche Situation, um später keine unangenehmen Überraschungen zu erleben. Schließlich erfolgt der Bau mit Finanzmitteln des zukünftigen Besitzers.

Bauträgermodell

Unter dem Bauträgermodell versteht man die Abwicklung eines Bauvorhabens über einen Bauträger. Dazu wird ein Vertrag mit dem Bauträger geschlossen, in dem sich das Unternehmen dazu verpflichtet, ein Grundstück zu beschaffen und darauf eine schlüsselfertige Immobilie zu errichten. Im Rahmen eines Bauträgermodells kümmert sich der Bauträger um alle organisatorischen Belange und handelt dabei auf eigenen Namen und auf eigene Rechnung. Nach Abschluss der Arbeiten, die normalerweise nicht vom Bauträger übernommen, sondern von anderen Firmen in dessen Auftrag ausgeführt werden, wird die Immobilie dem Erwerber übergeben. Die komplette Finanzierung liegt in den Händen des angehenden Besitzers. Er muss das Geld zur Verfügung stellen. Im Gegenzug hat der Bauträger Sicherheiten zu stellen oder er schließt eine entsprechende Versicherung ab. Die Leistungen, die beide Seiten vereinbaren, werden in einem Prospekt festgehalten. Der Bauträger hat dafür zu haften, dass die Leistungen erbracht werden und die Ausstattung der Immobilie und das verwendete Material den Vorgaben entsprechen. Mit Blick auf die steuerliche Behandlung handelt es sich beim Bauträgermodell um ein Konzept zum steuerbegünstigten Kauf einer noch in der Bau- oder Planungsphase befindlichen Immobilie. Das und der geringere eigene Arbeitsaufwand machen das Bauträgermodell für viele interessant.

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