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Annuitätendarlehen

Das Annuitätendarlehen ist die im Rahmen der Baufinanzierung beliebteste und am häufigsten vereinbarte Form eines Darlehens. Der Begriff Annuität steht dabei für die während der Zinsfestschreibung gleichbleibende Jahresleistung, die der Kreditnehmer an die Bank zu zahlen hat. In der Regel werden die Raten monatlich, eher selten vierteljährlich oder auch jährlich gezahlt. Die Annuität setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Dem Zins- und dem Tilgungsanteil. Sie werden jeweils in einem festen Prozentsatz angegeben. Bei einem Annuitätendarlehen, das auch als Tilgungs- oder Amortisationsdarlehen bekannt ist, sinkt der Zinsanteil, der sich aus dem Nominalbetrag ergibt, von Jahr zu Jahr. Gleichzeitig steigt der Tilgungsanteil, mit dem der Kredit zurückgeführt wird. Bei einem Darlehen über 100.000 Euro, das nominal mit 6,0 Prozent verzinst wird und einer vereinbarten Tilgung von einem Prozent pro Jahr, ergibt sich gemäß der Formel (Darlehenssumme x (Nominalzins + Tilgungssatz)) : 100 eine Annuität von 7.000 Euro. Im ersten Jahr entfallen davon 6.000 Euro auf den Zinsanteil und 1.000 Euro auf den Tilgungsanteil. Entsprechend der Restschuld von 99.000 Euro im zweiten Jahr ergibt sich ein Betrag von 5.940 Euro für die Zinsen und 1.060 Euro für die Tilgung. Im zehnten Jahr steigt der Tilgungsanteil auf rund 1.689 Euro, während die Zinsen mit 5.310 Euro zu Buche schlagen.

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